Seminar Wissenschaftstheorie 2017-18

Dieses Seminar verbindet zwei zentrale Themen miteinander: die klare Formulierung der wichtigsten
Grundbegriffe, ohne die Wissenschaftstheorie nicht gelernt werden kann und die Computeranwendung
dieser Begriffe (Simulation).

Die Begriffsklärung erfolgt hier in strukturalistischen Weise und die Computeranwendung mit der
Programmiersprache PROLOG. Wir verwenden PROLOG aus gut überlegten Gründen, die auch
dargelegt werden.

Unser Ziel ist es, den StudentInnen den Bereich des Wissens und der Wissenschaftstheorie in einer
Form zu vermitteln, der in Zukunft immer mehr vom Computer und dem Internet abhängt.

Die Themen:
1) Ebenen der Wissenschaftstheorie
2) Fakten und Modelle
3) Wissenschaftliche Darstellung
4) Der Begriff von "Begriff"
5) Die Syntax der "Sprache" PROLOG
6) Theorien und Systeme
7) Wissenschaftlicher Anspruch
8) Zeitliche Veränderung
9) Messung
10) Netze
11) Person und Überzeugung

Für einen Schein sollten Sie ein Kurzreferat halten und sich in kleinen Programmierprojekten in kleinen Gruppen einbringen.

Literatur:
Balzer, W. 2009: Die Wissenschaft und ihre Methoden, Verlag Karl Alber, Freiburg (einführend).
Balzer, W., Moulines, C. U. und Sneed, J. D. 1987: An Architectonic for Science, Reidel, Dordrecht (grundlegendes Werk).
Balzer, W., Sneed, J. D. und Moulines, C. U. 2000: Structuralist Knowledge
Representation - Paradigmatic Examples, Rodopi, Amsterdam-Atlanta (Beispiele).
Balzer, W., Kurzawe, D. und Manhart, K. 2014: Künstliche Gesellschaften - mit PROLOG,
unipress V+R, Göttingen (einführend für PROLOG und Sozialwissenschaft).
Clocksin, W. F. und Mellish, C. S. 1984 (2. Aufl.): Programming in Prolog, Springer, Berlin etc. (Einführung in PROLOG).